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"QESplus"

26.10.2017, 13 bis 17 Uhr, LEB Sachsen in Dresden

Sozialpsychologisches Institut Thalheim GmbH: Testierung als Lernprozess – Erfahrungen aus dem Zertifizierungsprozess

Schulgebäude SPI Thalheim

Bei allen Mitarbeitern war eine gewisse Aufregung im Vorfeld des Einrichtungsbesuches zu vermerken. Alle waren neugierig und gespannt, ob unser Entwicklungsprozess einem externen Audit standhält und unser Verständnis von der Erfüllung der Prüfkriterien einem externen Blick mehr oder minder gewachsen ist.

Im Vorfeld des Einrichtungsbesuches hatten wir mehrfach telefonischen Kontakt mit dem TÜV Thüringen. Dieser erwies sich aber als nicht ausreichend, da durch die Unsicherheiten des AZAV mehrere organisatorische Probleme diskutiert wurden.

Es war für uns ganz wichtig alles selbst einmal dahingehend zu überprüfen, wie die neuen Mitarbeiter in dem Prozess involviert sind und ob da bereits miteinander diskutierte Verfahren und Prozesse wirklich erfolgversprechend waren bzw. ob die neuen Mitarbeiter in der Lage sind, nicht nur Verständnis für das Modell entgegen zubringen, sondern das auch nach außen vertreten und verbalisieren können.

Wir haben diesen Prozess als sehr aufregend, spannungsgeladen und anspruchsvoll erlebt und waren in jeder Minute des Audits gefordert. Wichtig war das Zusammenspiel aller Mitglieder der Schulleitung und der Qualitätsbeauftragten, die in diesem Punkt sich gegenseitig ergänzten und wertvolle Hinweise an das Auditorenteam weitergeben konnten.

Die Ernsthaftigkeit des Audits und des Auditorenteams war dadurch untersetzt, dass dieser Prüftermin über 10,5 Stunden ging und von allen Beteiligten, natürlich auch den Damen des Auditorenteams, eine hohe Konzentration abverlangte.

Aus unserer Sicht hat sich als nachteilig erwiesen, dass während der Zertifizierung nur Zeit gewesen ist mit der Schulleitung und den Qualitätsbeauftragten unmittelbar zu arbeiten. Für uns wäre es sicherlich günstiger gewesen, wenn sowohl Schüler, als auch Mitarbeiter in diesem Prozess direkter und unmittelbarer mit einbezogen worden wären.

Wir können weiterhin einschätzen, dass beide Auditoren sowohl hinsichtlich QESplus und auch AZAV sehr kompetent im Prozess standen und die Sachverhalte sehr logisch und mit einer gewissen Strenge verfolgt haben. Obwohl mehrfach angekündigt, dass dieses Zertifizierungsvorgehen keine Beratungsfunktion hat, fühlten wir uns am Ende des Tages gut beraten auch für die weitere Zukunft.

Als hilfreich unsererseits wurde vor allem die Vorbereitung durch die TU Dresden im Probeaudit und in der Auswertung dieses Probeauditverfahrens empfunden. Besonders lobenswert können wir eine gewisse Orientierung an Hand der Prüfkriterien einschätzen. Die gestellten Fragen in ihrer Detailtreue wurden durch uns dem Auditorenteam beantwortet.

Sehr hilfreich war aus unserer Sicht, dass wir gemeinsam im Team diese Zertifizierung vorbereitet haben. Von großem Vorteil erwies sich, dass von Anfang an die Schul- und Geschäftsleitung in diesem Prozess involviert war und voll dahinter stand. Darüber hinaus hat sich als positiv herausgestellt, dass alle Teammitglieder Verantwortung für den Zertifizierungsprozess getragen haben, sowohl bei der Erarbeitung von Dokumenten, bei der Überprüfung der Dokumente als auch dann letztendlich beim Prüfen der Dokumente.

Verbesserungswürdig für die Zukunft halten wir vor allem die Definition von Begrifflichkeiten. Im Vorfeld und beim Zertifizierungsprozess selbst wurde uns klar, dass sowohl seitens der wissenschaftlichen Einrichtung der TU Dresden, als auch des Auditorenteams vom TÜV Thüringen unterschiedliche Begriffe für unterschiedliche Sachverhalte angewandt wurden. Hier halten wir eine Abstimmung im Vorfeld für unerlässlich.

Eine wichtige Konsequenz ist, diesen Zertifizierungsprozess nach QES und AZAV auf zwei Tage zu verteilen. Für die Prüfung beider Systeme (QES/AZAV) wurden die gleichen Dokumente benötigt. Dieser Marathon hätte zeitlich und konzentrationsmäßig entkrampft werden können.

Mit einem gewissen Abstand von ca. 3 Wochen konnten wir einschätzen, in unserem Prozess einen wesentlichen Schritt nach vorn gekommen zu sein, vieles Wichtige geschafft zu haben, aber auch nach wie vor Arbeit haben, wenn es darum geht die wertvollen Hinweise einzuarbeiten und entsprechend unserer Einrichtungspezifik auch aufzuarbeiten.

Wir fühlen uns erleichtert dieses Zertifizierungsverfahren abgeschlossen zu haben. Mit den wenigen Hausaufgaben die noch zu erledigen sind, würde der TÜV Thüringen die Zertifizierung sowohl im QESplus als auch nach AZAV empfehlen.

Neben der Erfüllung dieser Auflagen wird eine der wichtigsten nächsten anstehenden Prozesse in unserer Einrichtung sein, dass wir unsere Qualitätszirkel mit dem gesamten Team weiterführen (die nächsten Termine sind bereits vereinbart). An dieser Stelle können wir sagen und einschätzen, dass die wichtigste Konsequenz für uns in Richtung Wiederholungsaudit sein wird, das gesamte Team weiter an dieser Arbeit zu beteiligen.

Dr. E. Stodolka
H. Dittrich

Qualitätsbeauftragte

Oktober 2005